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FBI verhaftet eigenen Undercover-Agenten

FBISeit einigen Jahren berichten Autoren der Website TechDirt darüber, wie das FBI eine große Anzahl Menschen als vermeintliche Terroristen verhaftet hat, die sich nicht viel mehr zu Schulden hatten kommen lassen, als leichtgläubig und naiv genug zu sein, um – von verdeckten FBI-Ermittlern und -Informanten angestachelt – Teil eines Plans zu werden, den es ohne das FBI überhaupt nicht geben würde.

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Diese sogenanntenown plots[Eigenpläne] scheinen einen großen Teil dessen auszumachen, was das FBI heutzutage tut. Immer wieder stößt man auf Fälle, aus denen klar ersichtlich ist, dass das FBI nicht nur den Großteil des Plans geschmiedet, sondern auch Zielpersonen unter Druck gesetzt hat, sich zu beteiligen – selbst noch, wenn diese widersprachen. Je mehr Details man über derlei Fälle erfährt, desto absurder werden sie.

Im letzten Beispiel dieser Art zeichnete sich allerdings eine interessante Wendung ab. Es geht darin um einen Mann namens Erick Hendricks, der verhaftet wurde, weil er angeblich versucht hatte, Menschen als IS-Terroristen zu rekrutieren. Hendricks wiederum behauptet, er habe keinen Schimmer, warum er verhaftet worden sei, schließlich sei er seit Jahren als FBI-Informant tätig und helfe der Behörde, leichtgläubige Seelen zu finden, um diese inown plotszu verstricken.

Ist es vorstellbar, dass das FBI die Spur eines seiner Informanten verlor und ihn letztlich bei einem Plan „erwischte“, von dem Hendricks dachte, er würde ihn im Auftrag des FBI ausführen, um potenzielle Terroristen aufzuspüren? Vielleicht hat sich Hendricks die Geschichte nur ausgedacht, jedenfalls befindet sich das Informantennetz in einem Zustand der Verwirrung.

Sollte Hendricks tatsächlich ein Informant gewesen sein, scheint es, dass die Pläne, in die er verwickelt war, vertrauliche Informationen oder verdeckte Ermittler beinhaltet haben könnten. Das klingt nach Stoff für einen potenziell unterhaltsamen Kinofilm – doch zurück in der echten Welt ist es einfach nur ein großes Schlamassel. Und eine erneute Erinnerung daran, wie sinnentleert derlei Eigenpläne sind, da sie das Volk offenbar nicht wirklich vor Terroranschlägen bewahren sollen. Stattdessen scheint das FBI nach Wegen zu suchen, leichtgläubige und naive Menschen dazu zu bewegen, einverständlich dumme Dinge zu tun, damit das FBI in den Schlagzeilen dafür bejubelt wird, uns vor Attacken zu beschützen, die eigentlich niemals passieren würden.

Quelle: TechDirt.com, 15.08.2016, http://tinyurl.com/zgph6j6

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