Editorial Ausgabe 118

Daniel Porträt 2022Liebe Leser, beim amerikanischen Podcaster Joe Rogan, dem die halbe Nation von den Lippen liest, sitzt er: Mr. DOGE himself. Eigentümer von SpaceX, Nutznießer von Milliardenverträgen der Regierung, Motor des neuen Wettrennens im All, das zum Mars führen soll. Und Joe Rogan stellt sie ihm tatsächlich, die Frage aller Fragen: „Ist es möglich, dass im Geheimen an einer fortschrittlichen Antriebstechnologie gearbeitet wird?“

Elon Musk atmet ein „Hmm“ ins Mikro, Rogan spricht weiter: „Was ist, wenn die das alles verschleiern, indem immer wieder von Aliens gesprochen wird – von einer Technologie, die nicht von dieser Welt stammt? Kann es sein, dass da ein supergeheimes Projekt innerhalb der Verteidigungsindustrie läuft?“ Musk atmet durch, sammelt sich, aber antwortet freimütig: „Ich denke, ich würde davon wissen. Nach meinem besten Wissen … gibt es keine hoch fortschrittliche Antriebstechnologie.“ Rogan pikst weiter: „Einige Leute haben Theorien zu verschiedenen Gravitationsantrieben aufgestellt. Gibt es irgendetwas, das über den rein theoretischen Teil hinausgekommen ist?“ Musk: „Nein. Und um genauer zu sein: Ich kenne nicht einmal etwas, das in der Theorie funktionieren würde.“ Und da er eine der höchsten Sicherheitsfreigaben habe – so etwas wie einen Generalschlüssel – und die Kollegen in der Verteidigungsindustrie persönlich kenne, könne er das mit Bestimmtheit sagen.

Na sehen Sie: Sie brauchen unser Heft gar nicht erst aufzublättern. Alles Humbug. Raketentechnologie und Kerosin sind das Ende der Geschichte – okay, noch ein wenig moderne Computer-, Nano- und Materialtechnik dazu, fertig ist die Laube. Und außerdem: Die Experten werden das schon richten – warum sollen wir Ottos uns überhaupt mit solchem Zeug beschäftigen? Gibt’s nichts Wichtigeres zu tun? Herr Wagner, kommen Sie zurück auf den Boden der Tatsachen!

Ehrlich gesagt: Genau da kralle ich mich fest … aber mein Inneres strebt wie ein Heißluftballon zur Wahrheit – und die schreit vom Himmel. Wie? Was?

Aber sicher doch: Lesen Sie einfach den im Heft abgedruckten Bericht über das US-Sonderzugangsprogramm Immaculate Conception. Ins Netz gestellt wurde das Dokument von der US-Abgeordneten Nancy Mace, nachdem das Programm bei einer Anhörung zu UAPs im November 2024 zur Sprache gekommen war. Auch wenn es ein dröges Briefing-Dokument ist – sein Inhalt ist umwälzend. Hier geben die entscheidenden Stellen des US-Militärs, Soldaten und Geheimdienstler, die direkt damit beauftragt waren, die seltsamsten Flug­objekte zu Protokoll: Bumerang-Ufos, Flugscheiben, Metallkugeln im Formationsflug, selbst ein biologisch anmutender Overlord mit Tentakeln wurde beobachtet.

Herrgottnochmal, dachte ich mir, während ich den Bericht las, was braucht es denn noch? Warum ist das Thema noch immer nicht in jeder Nachrichtensendung, an jedem Küchentisch – was zum Henker hält die Menschen im Tiefschlaf? Wenn die Objekte da draußen aus irgendwelchen Geheimprogrammen stammen – dann haben wir doch wohl ein Recht zu erfahren, wer uns die Zukunft vorenthält! Legt die Akten auf den Tisch! Und selbst wenn es keine irdischen Schiffe sind, wie der DOGE nahelegt … hey, dann sind wir nicht allein im Universum! Dann gibt es da draußen eine Technologie, die von den Sternen kommt – und zu ihnen führt. Jede Uni dieser Welt müsste einen Lehrstuhl dazu einrichten, und in 10, 20, 30 Jahren hätten wir …

Obwohl: Vielleicht ist der Konjunktiv schon obsolet. Willy Mohorn kommt in seiner Kolumne zur ultimativen Energieform mit den heißen Neuigkeiten um die Ecke, dass der Simbabwer Maxwell Chikumbutso gleich mehrere Geräte konstruiert haben soll, die rund um die Uhr Raumenergie liefern – und ich kann mir da ein Grinsen nicht verkneifen: Ich würde es ja so was von feiern, wenn die Geräte zur Gewinnung der freien Energie, um die die westliche Schulphysik den Kerker des Energieerhaltungssatzes gebaut hat, aus Afrika kämen. War der 10. Februar 2025 womöglich der Tag X, der in 50 Jahren in den Geschichtsbüchern steht?

Herr Wagner, wo sind Sie? Ansetzen zum Landeanflug! Klar doch … Um unsere antigravitativen Flugstunden auszubalancieren, haben wir für Sie noch ein paar Artikel ins Heft gebracht, die fester im Boden vertäut sind: Das Protein Klotho etwa scheint ein vielversprechendes Markerprotein für Gesundheit und Langlebigkeit zu sein, und auch die Saga um das mythische Reich Tartarien, die im Internet erzählt wird und die sich in so manches Hirn geschlichen hat, holt Paul Stonehill aus den Wolken. Für Menschen, die zum ersten Mal mit der Universalbiologie in Kontakt kommen, scheinen auch deren Annahmen zur wahren Ursache von Krankheiten aus der Luft gegriffen – doch je tiefer man gräbt, desto klarer erschließt sich die Systematik. Wir haben nachgebohrt.

Und falls Sie nach dem Ausflug ins Heft noch mehr Erdung benötigen, vertiefen Sie Ihr Wissen doch in unseren Seminaren – hier erfahren Sie Handfestes und Umsetzbares, während Sie mit Gleichgesinnten die unerträgliche Leichtigkeit alternativer Weltbilder diskutieren können.

Sollten Sie gerade frisch im NEXUS-Universum angekommen sein, merken Sie schon: In unserer Kiste rappelt es mächtig. Allerdings finde ich das, was wir hier publizieren, ganz und gar nicht abgehoben.

Ich weiß einfach, wo ich hinwill.

Herzlich,

Ihr Daniel Wagner

Links zum Editorial: t1p.de/nex118

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