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NEXUS Magazin 67, Oktober-November 2016

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Alte Stadtanlagen im Dschungel Kambodschas

jungleDie Tempelanlage von Angkor Wat in Zentralkambodscha ist heute eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Asien. Einst war sie die Hauptstadt des Khmer-Reiches, das vom 9. bis zum 15. Jahrhundert fast ganz Südostasien beherrschte.

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Im vergangenen Jahr durchgeführte Laserscans zeigen, dass das ganze Gebiet übersät ist mit noch unentdeckten Stätten, darunter eine Stadt im Dschungel, die vermutlich größer ist als die heutige Hauptstadt Phnom Penh.

Der Archäologe und Leiter der Cambodian Archaeological Lidar Initiative (CALI) Dr. Damian von der École Française d’Extrême-Orient untersuchte mithilfe einer speziellen Lasermesstechnik aus der Luft 90 Stunden lang ein Areal von rund 1.900 Quadratkilometern. Die Resultate enthüllten ganze Bevölkerungszentren und Tempelanlagen, die im Dschungel verborgen liegen.

„Wir haben unter den Wäldern ganze Stadtanlagen entdeckt, von denen bislang niemand wusste“,

so Evans.

Auch wenn die Forscher bis jetzt nur wenige der abgelegenen Fundstätten untersucht haben, schreibt die luftbildgestützte Studie bereits die Geschichte um. Nach Dr. Peter Sharrock von der University of London’s School of Oriental and African Studies zeigen die Ergebnisse der Luftbildvermessung, dass die Gesamtanlagen der Städte, Tempel und Kanäle der Khmer im 12. Jahrhundert das größte bekannte Reich der Welt bildeten.

Die dichte Verflechtung des Khmer-Reiches wie auch die Fähigkeit der Khmer, ihre Umwelt an ihre Bedürfnisse anzupassen, haben Evans wohl am meisten beeindruckt. Die Khmer rodeten tausende Hektar Wald, leiteten Flüsse um und entwickelten ein Bewässerungssystem, das seiner Zeit um Jahrhunderte voraus war.

Quelle: SmithsonianMag.com, 14.06.2016, http://tinyurl.com/gun6q3r

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