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Nizza: Anatomie eines Anschlags (Teil 1)

NizzaNizza, 14. Juli 2016. In den Abendstunden des französischen Nationalfeiertags macht der radikalisierte Mohamed Lahouaiej Bouhlel mit einem gemieteten Lkw Jagd auf Passanten und rast in eine ausgelassene Menschenmenge. Nur wenige Minuten dauert die zwei Kilometer lange Amokfahrt auf der Promenade des Anglais, dann wird der Täter durch das beherzte Eingreifen der Staatspolizei gestoppt.


Die Bilanz des Blutbads ist erschütternd: 86 Tote und über 400 Verletzte. Doch die offizielle Erklärung des Geschehens lässt Zweifel aufkommen. Große Zweifel. Die Analyse eines Terroranschlags, der vielleicht gar nicht stattgefunden hat.

Die Schichten der Wahrheit

Wenn wir davon ausgehen, dass jedes medienwirksame Ereignis – von Terroranschlägen bis hin zu Weltkriegen – einen wahren Kern hat, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, dann heißt das auch, dass die Verantwortlichen mit ihren willfährigen oder ahnungslosen Helfershelfern dafür sorgen, dass eine Vielzahl sogenannter „Pseudo-Wahrheiten“ um diesen Kern gelegt wird. Kein Geringerer als Neil Armstrong1 sprach zum 25-jährigen Jubiläum der ersten Mondlandung von truth’s protective layers – schützenden Schichten, die um die Wahrheit bzw. um den wahren Kern gelegt werden. Die oberste Schicht stellt für gewöhnlich das offizielle Narrativ dar, das gebetsmühlenartig in medialen und politischen Verlautbarungen wiederholt und im Kopf unkritischer Konsumenten auf einen simplen Satz reduziert wird. Für das Ereignis in Nizza lautet dieser Satz: „IS-Terrorist rast mit Lkw in feiernde Menschenmenge.“

Auf diese Weise wird im Kopf des Medienkonsumenten die offizielle Version fest verankert. Wikipedia spielt dabei übrigens eine zentrale Rolle. Dieses angeblich unabhängige und demokratisch geführte Lexikon reduziert jedes Ereignis auf das offizielle Narrativ und versucht dabei, etwaige Widersprüche unter den Teppich zu kehren oder diese mit großer Detailfreude im Text zu verstecken. Sehen wir uns einmal an, was die deutsche Wikipedia knapp zwei Monate später über den Terroranschlag in Nizza zu sagen hat:

„Am Abend des 14. Juli befanden sich im Rahmen der Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag etwa 30.000 Menschen auf der Strandpromenade von Nizza, um von dort aus ein Feuerwerk zu beobachten.

Gegen 22:45 Uhr fuhr der Attentäter mit einem weißen Lkw mit Kühlaufbau auf die für den Verkehr gesperrte Strandpromenade. Zwischen den Hausnummern 11 und 147 überfuhr er auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern absichtlich mehrere hundert Menschen. In der Nähe des Hotels Negresco schoss er mehrfach auf drei Polizisten; diese erwiderten das Feuer. Er fuhr noch etwa 300 Meter weiter, dann blieb der Lkw unweit des Palais de la Méditerranée stehen. Der Attentäter war tot.“2

Schon in dieser kurzen Passage sind eine Reihe von falschen Angaben zu finden: Weder stimmt die Uhrzeit noch die Hausnummer 147. Ob es diesen Schusswechsel in der Nähe des Hotel Negresco überhaupt gegeben hat, ist fraglich. Vom Hotel Negresco bis zum Palais de la Méditerranée sind es rund 500 Meter. Und aus welchem Grund der Lkw stoppte, ist bis heute nicht geklärt. Bereits diese groben Ungereimtheiten stimmen verdächtig – und eine tiefere Auseinandersetzung mit den Beweisen, Aussagen und Indizien zum Attentat bringt das offizielle Narrativ endgültig zu Fall.

Ziel der nun folgenden Analyse ist es, die vielen Pseudo-Wahrheiten, die schützend um den wahren Kern gelegt wurden, zu entlarven und Widersprüche aufzuzeigen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit unterteile ich die Analyse in die folgenden acht Kategorien, von denen ich Kategorie 1–4 in Teil 1 dieses Artikels abhandeln werde:

(1) Ort des Verbrechens

(2) Tatwaffe

(3) Überliefertes Videomaterial

(4) Zeitablauf des Geschehens

(5) Katastrophenmedizin

(6) Entwicklung der Opferzahlen

(7) Augenzeugenberichte

(8) Motiv(e)

Zwei Kategorien lassen sich naturgemäß nicht exakt voneinander trennen: Augenzeugen und Videos etwa liefern Informationen über das Geschehen und können das offizielle Narrativ bestätigen oder widerlegen, sodass sie auch in den anderen Kategorien immer wieder angeführt werden.

(1) Ort des Verbrechens

Die sogenannte Promenade des Anglais ist keine Promenade per se, sondern vielmehr die Bezeichnung einer wichtigen West-Ost- und Ost-West-Verkehrsverbindung, die entlang der Küste führt. Die beiden mehrspurigen Fahrstreifen sind durch eine in die Länge gezogene, begrünte Verkehrsinsel getrennt – nur an manchen Kreuzungen werden diese Grünstreifen unterbrochen. Ein breiter Gehstreifen, wenn man so will die Promenade selbst, führt neben der Straße und dem um ein paar Meter tiefer gelegenen Strand entlang, der über Stufenabgänge bzw. Rampen erreichbar ist. Von besonderer Bedeutung sind drei weiße Pavillons, die sich auf dem Gehstreifen befinden und für ein Fahrzeug als Hindernis angesehen werden müssen. Der erste Pavillon befindet sich schräg gegenüber dem Hotel Negresco, die anderen beiden liegen schräg gegenüber dem HotelPalais de la Méditerranée (Casino), dem Haltepunkt des Lkws.

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Abb. 1: Übersichtskarte der Lkw-Strecke auf der Promenade des Anglais. A: Startpunkt des Lkws. B: Haltepunkt des Lkws. Der Lkw fuhr zunächst auf dem Gehstreifen bis Negresco, scherte auf die Straße aus, um einem Pavillon auszuweichen, fuhr auf dem Gehstreifen weiter, um auf Höhe des Hotels Westminster wieder auf die Straße zu wechseln und schließlich beim Palace de la Méd zum Stehen zu kommen. (Kartendaten: © Google)

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Abb. 2: Wie man in der Vergrößerung erkennen kann, handelt es sich bei der Promenade um mehrere Fahrspuren, die von einem Grünstreifen getrennt werden. (Kartenmaterial: OpenStreetMap)

Es ist für das weitere Verständnis dieser Analyse äußerst wichtig, dass man sich das Bild der Szenerie einprägt: Restaurants / Hotels – Trottoir (Gehsteig) – mehrspurige Straße – begrünte Verkehrsinsel – Gehstreifen (Fußgänger-Promenade) – Strand.

In den verschiedenen Zeugenaussagen wird gewöhnlich nur die Bezeichnung „auf der Promenade“ verwendet, ohne Angabe, was damit genau gemeint ist. Da die zwei mehrspurigen Straßen vor dem Negresco (Ecke Boulevard Gambetta) in beiden Fahrtrichtungen gesperrt waren, konnte ein Passant sowohl auf dem Gehstreifen als auch auf der einen oder der anderen Straßenseite gestanden haben – und seine Sicht konnte etwa durch die begrünte Verkehrsinsel behindert gewesen sein.

Die Autoren des an die Öffentlichkeit gelangten sogenannten Bertin-Reports (siehe Punkt 4) hatten eine Auswertung der Aufnahmen der Überwachungskameras vorgenommen. Im Report stellten sie klar, dass der Lkw seine Amok- bzw. Terrorfahrt auf demGehstreifender Promenade des Anglais begann – auf Höhe des Kinderspitals Lenval – und rund 1.500 Meter später, beim Hotel Negresco, auf dieStraßewechselte (was nicht anders sein kann, da der erste der drei erwähnten Pavillons im Weg war). Die restlichen 500 Meter fuhr der Lkw auf der Straße. Dann soll er kurz nach dem Hotel Negresco noch einmal für rund 100 Meter auf dem Gehstreifen gefahren sein, bevor er endgültig, vor dem Hotel Westminster, auf die Straße zurückkehrte. Hier beginnt auch die um die Welt gegangene Aufnahme des Journalisten Richard Gutjahr, auf die ich unter Punkt drei noch genauer zu sprechen komme. Die Fahrt endete schließlich nach weiteren 200 Metern auf Höhe des Palais de la Méditerranée (auch als Hyatt Hotel oder Casino bezeichnet).

Wie war es um den Verkehr an diesem Feiertag generell bestellt? Die Promenade des Anglais ist eine wichtige Verkehrsader in Nizza. Eine Augenzeugin berichtete live aufMSNBC, dass die Straßen seit der Mittagszeit abgesperrt waren und es überall Staus gab.3 Auf einem von der französischen Zeitung Libération veröffentlichten Foto, das die Promenade des Anglais sowie die Absperrung (Boulevard Gambetta) kurz vor dem Anschlag zeigt, ist stockender Autoverkehr in beiden Fahrtrichtungen zu bemerken.4 Somit scheint ausgeschlossen, dass der Lkw vor der Absperrung mit hoher Geschwindigkeit auf der Straße fahren konnte.

Doch der wichtige Augenzeuge Franck, „der Held auf dem Motorroller“, der sogar mit der Medaille der Stadt Nizza5 dekoriert wurde, erzählt in einem vom Spiegel übernommenen Interview den folgenden Sachverhalt:

„‚Als wir auf der Höhe des Universitätszentrums Mittelmeerwaren, haben wir plötzlich hinter uns eine Bewegung in der Menschenmenge bemerkt. Wir hörten Schreie und sahen Autos, die sich quer stellten. […] Wir waren auf der Mitte der Straße, es gab wenig Autos. Ich fuhr mit rund 60 Kilometern pro Stunde, hatte nicht mal die Zeit in den Rückspiegel zu sehen, als mich der Lkw in voller Fahrt überholte.‘ Mit dem Motorroller fuhr er auf den Bürgersteig [Gehstreifen]. ‚Ich sehe noch die Bilder von Körpern, die überall umherflogen. […] Der Lkw wechselte von der Fahrbahn auf den Bürgersteig und wieder zurück, pflügte alles um.‘“6

Ich muss kurz abschweifen, um Ihnen zu zeigen, wie Der Spiegel mit dem Originalartikel des Lokalblattes Nice-Matin7 umgegangen ist – denn dieser Fakt ist ein wichtiges Puzzlestück für die weitere Analyse. Laut dem Bertin-Report erfolgte die Meldung einer Polizeistreife beim Universitätszentrum Mittelmeer über einen „verrückten Lkw“ um 22:33 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war das Feuerwerk längst zu Ende (22:20 Uhr). Im Artikel des deutschen Nachrichtenmagazins heißt es aber: „Es ist der 14. Juli, gegen 23 Uhr. ‚Wir wollten zum Feuerwerk.‘“ – Doch die Angabe der Uhrzeit ist nicht im Originalartikel zu finden und wurde somit von der Spiegel-Redaktion eingefügt. Der Nebensatz „mais on est parti trop tard“wurde wiederum weggelassen: „aber wir sind zu spät losgefahren“. Warum die Redaktion diese Änderungen vornahm, ist nicht nachvollziehbar, es sei denn, man wollte vorsätzlich und widersprüchlich die Uhrzeit des Anschlags mit „gegen 23 Uhr“ festlegen.

Fazit zum Ort des Verbrechens

Gab es zum Zeitpunkt des Anschlags wirklich nur wenige Autos auf der wichtigen Verkehrsverbindung Promenade des Anglais? Das große Feuerwerk war vor gerade einmal 13 Minuten zu Ende gegangen und die Festivität mit Platzkonzerten wurde im abgesperrten Teil der Promenade des Anglais fortgesetzt. Man kann also annehmen, dass die einen Besucher noch zur Festivität, die anderen nach Hause fahren wollten. Zudem ist auf einem weiteren Foto der Zeitung Libération zu sehen,8 dass die rechte Fahrspur mit Autos zugeparkt ist. Glaubt man aber dem „heldenhaften“ Augenzeugen Franck, dann war der Verkehr so flüssig, dass er mit seinem Motorroller 60 km / h fahren und der Lkw immer wieder vom Gehstreifen auf die Straße wechseln konnte.

Da die Behörden keine Bilder der städtischen Überwachungskameras (CCTV) freigegeben haben und da es auch keine privat gemachten Videos oder Fotos gibt, die zeigen würden, wie der Lkw mit hoher Geschwindigkeit auf dem für den Verkehr freigegebenen Streckenabschnitt der Promenade des Anglais von Gehstreifen auf die Fahrbahn und wieder zurück wechselte, muss die Aussage von Franck in Zweifel gezogen werden. Noch mehr, da seine Verfolgungsjagd Anleihen an Hollywood-Actionfilme nimmt und man nicht vergessen sollte, dass alle 20 Meter eine Straßenlaterne zwischen Fahrbahn und Gehstreifen steht.

(2) Tatwaffe

Es ist eine berechtigte Frage, ob mit dem vorgeblichen Tatfahrzeug wirklich ein Verbrechen verübt worden ist. Auf all den Fotos und Videobildern ist nicht die Spur eines Tropfen Bluts, nicht das winzigste Teilchen eines Kleidungsstücks oder Körperteils zu sehen.9 Weder auf der Stoßstange noch auf den Vorder- oder Hinterreifen noch sonst irgendwo. Ist das erklärbar? Auch wenn der Lkw rein theoretisch alle Opfer mit sehr hoher Geschwindigkeit weggestoßen und keiner dieser weggestoßenen Körper durch den Kontakt Platzwunden erhalten hätte, so müsste von der Wahrscheinlichkeit her zumindest ein auf der Straße liegender Körper früher oder später überrollt worden sein. Wir werden später noch von einem Augenzeugen hören, dass auf den letzten Metern ein Mädchen unter die Räder des Fahrzeugs gekommen sein soll.

Ist es wahrscheinlich, dass alle 86 Todesopfer „nur“ weggestoßen wurden und durch den An- und Aufprall Kopf- bzw. innere Verletzungen erlitten, die augenblicklich oder wenig später zum Tod führten? Nicht sehr wahrscheinlich, wenn man sich die Zeugenaussage des britischen Rechtsanwalts Simon Coates anhört. In einem BBC-Interview gab er Folgendes zu Protokoll:

„Menschen waren förmlich ausgeweidet, ihnen hat es all ihre Kleider heruntergerissen, Mütter krümmten sich neben ihren toten Kindern am Boden; eine Person war wie eine Biskuitroulade zusammengerollt, ihre Arme und Beine standen vom Körper, der sich eingewickelt hatte, senkrecht weg.“10

Das klingt nach einer Menge Blut, Innereien, Körperteilen und zerfetzten Kleidungsstücken. An dieser Stelle müssten nun Unfallchirurgen, Sachverständige für Autounfälle und erfahrene Einsatzkräfte die Plausibilität eines unbefleckten Lkws prüfen. Warum haben dies weder Behörden noch Medienhäuser veranlasst und das Ergebnis einer solchen Untersuchung veröffentlicht?

Plausibilität der Fahrweise

Ein 19-Tonnen-Lastkraftwagen ist kein SUV. Laut offiziellen Angaben11 fuhr der Lkw für eine Weile mit einer Geschwindigkeit von 90 km / h, was außerordentlich schnell und direkt am gesetzlich von der EU verordneten Geschwindigkeitslimit für Lkws ist, d. h. der Motor regelt bei 90 km / h ab. Ist es vorstellbar, dass bei dieser hohen Geschwindigkeit der Lenker Zickzack-Bewegungen durchführte, dabei Hindernisse überfuhr (Randsteine, Körper, Kinderwägen, Fahrräder, usw.), durchbrach (Straßenlampe12) und gleichzeitig aus dem Fenster der Fahrerkabine schoss? Ein Lkw kann sich durch zu schnelle Lenkbewegungen aufschaukeln und umkippen. Augenzeugen, die das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit Zickzack fahren gesehen haben – beispielsweise Franck – erwähnen das Aufschaukeln mit keinem Wort.

19-Tonner oder 6-Tonner?

„Man war am Neptunstrand, das Feuerwerk war beendet, man ging wieder auf die Promenade des Anglais. In diesem Moment hat man einen weißen Lkw gesehen. Ein 6-Tonner. Er fuhr schnell, 60 km / h, 70 km / h“,

wird Augenzeuge Antoine von der Lokalzeitung Nice-Matin zitiert.13

„Laut einem Journalisten der AFP vor Ort ist ein weißer Lieferwagen [un van blanc] auf der Promenade des Anglais in die Menge gerast“,

verlautbart die französische Nachrichtenagentur AFP um 23:16 Uhr.14 (Anmerkung: Im Französischen würde man einen Lkw als camion bezeichnen.)

Es gibt auch frühe Meldungen, die von einem Kleinlaster (camionnette) sprechen. Aber mit dem ersten in den sozialen Medien veröffentlichten Foto15 des Lkws um 23:21 Uhr wird der 19-Tonner im Narrativ festgemacht. Haben sich die Zeugen demnach so grundlegend geirrt?

Plausibilität der Geräuschkulisse und Reaktion der Passanten

Ein 19-Tonnen-Lastkraftwagen ist kein Leisetreter. Durch die hohe Geschwindigkeit sind Motorgeräusch und Abrolllärm beträchtlich. Ein Lkw, der auf dem breiten Gehstreifen der teils gesperrten Promenade des Anglais fährt und von den Straßenlaternen beleuchtet wird, müsste von Passanten bereits von Weitem gehört und gesehen worden sein. Kam es bereits im Vorfeld zu Kontakten mit Fußgängern, würden markerschütternde Schreie zu hören gewesen sein. Auch diese können Passanten unmöglich überhört haben.

Die Breite eines Lkws ist mit 2,55 Metern angegeben. Sollte sich demnach ein Passant genau in der Mitte befinden, müsste er 1,27 Meter auf die eine oder andere Seite ausweichen. Mit zwei kleinen Schritten ist das nicht schwierig. Da ein Lkw bei hoher Geschwindigkeit nicht plötzlich seine Richtung ändern kann, sollte der Passant seinen Fahrtweg erahnt haben und entsprechend reagiert haben können. Darüber hinaus sind Städter von Kindesbeinen an mit Fahrzeugen konfrontiert. Ein Lkw, der auf einem Gehstreifen fährt und auf einen zurast, wird genauso im Unbewussten abgehandelt, als würde man gerade eine Straße überqueren: Man versucht, dem Fahrzeug auszuweichen und sucht einen sicheren Platz auf. Unter keinen Umständen würde jemand einfach stehen bleiben.

Fazit zur Tatwaffe

Es ist schwer vorstellbar, dass der „unbefleckte“ Lkw 86 Menschen getötet und über 400 verletzt haben soll. Auf sämtlichen Fotos und TV-Bildern finden sich nicht die geringsten Anzeichen von Blutspuren, Blutspritzern, Kleiderfetzen oder Körperteilen. Auch ist es schwer vorstellbar, dass der Fahrer seinen Lkw mit einer außerordentlich hohen Geschwindigkeit im Zickzackkurs fortbewegt, Straßenlaternen ausgewichen und gleichzeitig Schüsse aus seiner Pistole abgegeben haben soll. Unverständlich scheint auch die Reaktion der Passanten, die keine Anstalten machten, dem Fahrzeug auszuweichen oder andere Passanten durch Zurufe zu warnen.

(3) Überliefertes Videomaterial

Vermutlich wird man an dieser Stelle einwerfen, dass es Videoclips gäbe, die beweisen würden, dass ein Lkw in eine Menschenmenge fuhr. Was gibt es zu sagen über dieses „Beweismaterial“, das über verschiedene Social-Media-Kanäle an die Öffentlichkeit gelangt ist und von den großen Medienhäusern bereitwillig – wenn auch entschärft – gezeigt wurde? Dabei interessieren uns in erster Linie nur jene Aufnahmen, die einen fahrenden Lkw zeigen, der in eine Menschenmenge fährt. Weniger interessant sind Aufnahmen, die nur das Ausmaß der vermeintlichen Amokfahrt zeigen und somit nichts zur Entstehungsgeschichte beitragen können. Man beachte dabei, dass diese mit mäßiger Qualität gefilmten Videoclips, die Verletzte und Tote zeigen wollen, keine eindeutige Aussage darüber zulassen, ob es sich bei den regungslosen Körpern tatsächlich um menschliche Leichen handelt. Falls Sie wissen wollen, wie ein Motorradfahrer aussieht, der mit einem Lkw kollidiert ist, können Sie auf Liveleak.com mit dem Suchbegriff „Motorcyclist Crushed By Truck In Accident (Nicaragua)“ einen schonungslosen und in guter Qualität gefilmten Videoclip sehen. Die Bilder sind natürlich nichts für sensible Gemüter – ich muss Sie deshalb warnen. Andererseits, wie sonst sollten man den Unterschied zwischen Realität und Fiktion jemals erkennen können? Ihre Wahrnehmung kann gerade in Zeiten digitaler Bild- und Filmdaten recht leicht getäuscht werden. In der britischen Studie „Can Fabricated Evidence Induce False Eyewitness Testimony?“ heißt es gleich zu Beginn:

„,Eine Zeit lang dachten wir, dass Fotografien die Realität festhielten. Nun wissen wir, dass diese die Realität erfinden‘, schreibt Holland Cotter von der New York Times. Er hat natürlich recht: Digitale Trickserei ist ein wesentlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens.“16

Videomaterial: fahrender Lkw

Es finden sich im Web drei Videoclips, die einen fahrenden weißen Lkw zeigen. Es gibt keine Möglichkeit festzustellen, ob diese Aufnahmen tatsächlich mit dem Ereignis in Verbindung stehen. Bei zwei der drei Clips blieben die Filmemacher anonym. Theoretisch könnte sich ein ehrgeiziges Hacker-Team die Mühe gemacht haben, sehr zeitnah einen kurzen Videoclip herzustellen, um für Verwirrung zu sorgen. Beachten Sie, dass diese beiden unbestätigten Clips zu einem Zeitpunkt ins Web gestellt wurden, als sich das offizielle Narrativ bereits herauskristallisierte: Lkw-Fahrer rast mit Absicht in Menschenmenge.

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Abb. 3: Screenshot aus dem Videopclip, den Richard Gutjahr vom Balkon des Westminster-Hotels aus gefilmt hat. Der Lkw fährt langsam auf der Straße von rechts nach links, bis er bei Sekunde 11 beschleunigt (im Bild). Das komplette Video finden Sie in der ARD-Mediathek.17

Clip 1: Das Gutjahr-Video

Im ARD-Archiv17 ist die Aufnahme, die Richard Gutjahr vom Balkon des Westminster-Hotels drehte, ziemlich genau eine Minute lang. Danach erfolgt ein Schnitt und man sieht Aufnahmen von der Straße. Es gibt noch eine längere Version, die zeigt, wie der Filmer in Deckung geht und zu jemandem ruft „Terrorist attack! It’s a terrorist attack!“, worauf eine weibliche Stimme zu hören ist: „Really?“ Dieser um zehn Sekunden längere Mitschnitt wurde nach einer Beschwerde Gutjahrs von den Verantwortlichen beim BR wieder entfernt.35

Der Filmclip, aufgenommen mit einem iPhone, ist in seiner dramatischen Wirkung nicht zu unterschätzen und gehört(e) zum einflussreichsten Perzept, das das offizielle Narrativ (IS-Terrrorist rast mit Lkw in feiernde Menschenmenge) in der breiten Masse verankern sollte. Beachten Sie dabei die Titel bzw. Untertitel des Clips auf der Webseite des Bayrischen Rundfunks18: „Der Moment, als Lkw in Menschenmenge rast“ und der ARD: „Lkw rast in Menschenmenge in Nizza“. Da man aber das Fahrzeug nicht in eine Menschenmenge rasen sieht, sind Titel und Kommentare zu diesem Clip als suggestiv zu bezeichnen. Was man sehen kann, ist ein weißer Lkw, der auf der Straße langsam von rechts nach links fährt und schließlich aus dem Bild beschleunigt. Instinktiv hat man sogar den Eindruck, dass das Fahrzeug seine Fahrt wieder verlangsamt, dies kann aber aufgrund der verdeckten Sicht (Grünstreifen) nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Auch sieht es so aus, als würde die Straße bis zum Pavillon frei von Fußgängern sein, da Passanten diese rechts und links verlassen haben – man kann sehen, wie sie über den Fahrbahnteiler (Grünstreifen) gehen und damit die Straße vor dem Lkw freimachen. Der Clip beweist nicht, dass der Lkw in eine Menschenmenge fuhr.

Clip 2: Frontansicht des beschleunigten Lkws

Zuerst sieht man die kleine Bühne, auf der eine Band spielt. Der Filmer schwenkt nach links (man sieht übrigens jene fünf Besucher, die später von Fotograf Antoine Chauvel vermutlich in Höhe des Boulevard Gambetta fotografiert wurden), dann schwenkt er zurück, vorbei an der Bühne, schwenkt weiter, bis er die Straße für einen kurzen Moment im Bild hat und man einen im Hintergrund rasch größer werdenden Lkw ausmacht. Der Filmer dürfte den Lkw anfänglich nicht wahrgenommen haben, doch kurze Zeit später wird das Mobiltelefon panisch bewegt. Der Lkw dürfte sehr knapp am Filmer vorbeigefahren sein, trotzdem ist das Geräusch eines Dieselmotors nicht zu vernehmen.

Stutzig machen einen auch fehlende Windgeräusche im gesamten Clip – man hat das Gefühl, es sei windstill. An diesem Abend war es aber an der Küste sehr windig, wie wir in einer anderen Videoaufnahme20 sehen und hören können.

Bemerkenswert ist auch das rasche Näherkommen des Lkws, der – überspitzt formuliert – beinahe wie ein U-Boot auftaucht und die Passanten auf der Straße vollkommen überrascht. Erinnern wir uns aber an den Gutjahr-Clip, der die Fahrt des Lkws etwa 20 Sekunden früher zeigt. Vom Westminster-Hotel zur Bühne neben dem Pavillon, dem Ort des Filmemachers, sind es rund 120 Meter und von da nur noch 50 Meter bis zum Haltepunkt. Sehr schnell kann demnach das Fahrzeug im letzten Abschnitt unmöglich gefahren sein. Die Passanten hätten außerdem den beschleunigenden Lkw auf der bereits so gut wie leeren Straße von weitem sehen und hören müssen. Und wurden vor dem Hotel Westminster nicht auch Schüsse abgefeuert? Hätte zu diesem Zeitpunkt nicht bereits Panik einsetzen müssen? So wird es uns immer wieder von Zeugen geschildert, wie wir noch lesen werden: Man hörte Schüsse (oder glaubte sie zu hören), dann brach Panik in der Menge aus. Der Clip bestätigt dies aber nicht. Zwar gaben in rund 120 Metern Entfernung Polizisten Schüsse auf den fahrenden Lkw ab, aber die Passanten, die in der Nähe des Pavillons gestand haben, dürften diese nicht wahrgenommen haben, genauso wenig die Schreie und Warnrufe jener Personen, die an der Seite standen, als der Lkw beschleunigte.

Auch anhand dieses Videoclips können wir nicht einwandfrei feststellen, dass Passanten vom Lkw erfasst wurden.

Clip 3: Aufnahme aus der Horizontalen – Lkw fährt von rechts nach links durchs Bild

Der dritte Clip ist nur wenige Sekunden lang und kann auf YouTube angeschaut werden.21 Der Videofilmer steht in einer Menschenmenge und filmt scheinbar zufällig die Fahrt eines weißen Lkws, der von rechts nach links fährt. Wir können aber weder sehen, ob sich der Lkw auf der Straße oder dem Gehstreifen befindet, noch ob der Weg vor ihm frei von Passanten ist. Eine Verzögerung der Fahrt, beispielsweise durch Kontakt mit mehreren Fußgängern, ist nicht wahrzunehmen. Die Personen in der vordersten Reihe scheinen auch nicht besonders auffällig auf die Fahrt des Lkws zu reagieren.

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Abb. 4: Screenshot aus einem LiveLeak-Video19, in dem wenige Sekunden lang zu sehen ist, wie der Lkw frontal auf eine Menschenmenge zufährt.

Es stellt sich die Frage, warum der Filmer in Panik geriet. Zu diesem Zeitpunkt hätte man noch annehmen können, dass es sich um einen Unfall mit Fahrerflucht oder um eine Amokfahrt handelte. Da der Lkw nicht stehen blieb, sondern seine Fahrt fortsetzte, konnte von diesem keine weitere Gefahr mehr ausgehen. Ist es üblich, dass Augenzeugen eines Verkehrsunfalles in Panik verfallen und fluchtartig das Weite suchen? Niemand hat geschossen. Niemand spricht von Terror. Könnten nicht die Bremsen des Fahrzeugs versagt haben? Es wird auch kein Unterschied gemacht, ob ein Geisterfahrer auf der Autobahn absichtlich oder unabsichtlich einen Unfall verursacht hat – so oder so würden die Augenzeugen niemals in Panik verfallen, sondern versuchen zu helfen.

Auch anhand dieses Videoclips können wir nicht einwandfrei feststellen, dass Passanten vom Lkw erfasst wurden.

Fazit zum überlieferten Videomaterial

Die drei Filmclips, die einen weißen Lkw zeigen, wie er durchs Bild fährt, zeigen genau das: einen Lkw, der durchs Bild fährt. Sie beweisen definitiv nicht, dass das Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast ist. Stutzig muss einen natürlich machen, dass bis jetzt nur drei kurze Videoclips die Öffentlichkeit erreicht haben, in denen ein fahrender Lkw zu sehen ist. Sieht man sich aber Fotos vom Feuerwerk in Nizza an, erkennt man in der Menschenmenge Dutzende Leute, die das Gesehene mit ihren Smartphones festhalten. Mit anderen Worten: Es gab in Nizza zwar sehr viele Smartphones zum Filmen des Feuerwerks, aber keines, das während der Lkw-Fahrt eingesetzt wurde.

Das hochentwickelte Überwachungssystem der Stadt Nizza sollte einigermaßen deutlich die gesamte Fahrt des Fahrzeugs zeigen. Da die Bilder der Überwachungskameras nicht veröffentlicht bzw. geleakt wurden, ist das bisher überlieferte private Videomaterial nicht geeignet, das offizielle Narrativ zu bestätigen. Ein klein wenig erinnert es an 9/11, als es die amerikanischen Behörden ablehnten, Bilder der Überwachungskameras freizugeben, die es rund um das Pentagon zu Dutzenden gab, um das offizielle Narrativ zu bestätigen: Passagierflugzeug fliegt auf Bodenhöhe in einen Flügel des Pentagons.

Mit anderen Worten: Lehnen es Behörden konsequent ab, Bilder von Überwachungskameras freizugeben, obwohl diese einen (offiziellen) Sachverhalt bestätigen würden, ist große Skepsis geboten – Pietät oder Staatssicherheit dürfen dabei nicht als Ausrede akzeptiert werden.

Paul Craig Roberts, ehemaliger Regierungsmitarbeiter unter Präsident Ronald Reagan, kommentiert diesen Sachverhalt auf seine Weise:

„Wenn eine Regierung behauptet, dass sie einen Videobeweis hat, mit dem die offizielle Version bewiesen werden kann, sich aber weigert, diesen zu veröffentlichen oder sogar verlangt, diesen zu löschen, dann wissen wir mit absoluter Sicherheit, dass der Videobeweis der offiziellen Version widerspricht. Das ist die einzig mögliche Schlussfolgerung.“22

(4) Zeitablauf des Verbrechens

In Abbildung 5 können Sie erkennen, wie sich der sogenannte Anschlag zeitlich entfaltet hat. Die Angaben wurden dem Report23 von Sandra Bertin, der Leiterin der Überwachungszentrale (Centre de supervision urbain, CSU) entnommen. Frau Bertin hatte direkten Zugriff auf die Bilder des hoch entwickelten Überwachungssystems von Nizza und erstellte für das Innenministerium einen Bericht der zeitlichen Abfolge.

Dieser Bericht wurde zwei französischen Wochenmagazinen (Marianne und Le Nouvel Observateur) zugespielt, die in einem Artikel daraus zitieren. Obwohl es keine offizielle Bestätigung für den Bericht gibt, gehe ich von der Arbeitshypothese aus, dass die in den beiden Magazinen gemachten Angaben die offizielle Zeitleiste des Verbrechens darstellen. Warum bis jetzt noch kein offizieller Bericht bezüglich der chronologischen Entwicklung des Anschlags veröffentlicht wurde, bleibt rätselhaft, gibt es doch die unbestechlichen Bilder der Überwachungskameras.

22:00–22:20 Uhr – Das Feuerwerk von Nizza

Bezüglich des Feuerwerks (franz. feu d’artifice) in Nizza gibt es eine Reihe von widersprüchlichen und (vermutlich) falschen Angaben, sowohl in den Medien als auch in den Augenzeugenberichten. Wie ist das zu erklären? Ein Feuerwerk beginnt zu einer weit im Vorhinein festgelegten Zeit und endet nach einer bereits weit im Vorhinein bekannten Dauer an einem vorher exakt bestimmten Ort. In den öffentlichen Verlautbarungen24 wurde der Beginn des Feuerwerks mit 22:00 Uhr gegenüber der Touristeninformation angegeben. Nach etwa zwanzig Minuten, gegen 22:20 Uhr, sollte das Straßenfest, das für das Feuerwerk unterbrochen wurde, bis Mitternacht fortgesetzt werden:

„A 22h00 – Grand feu d’artifice (en face de l’Office du Tourisme – 5, Promenade des Anglais)
22h20 – Reprise des concerts jusqu’à minuit.“

Seltsamerweise gab es aber auch Aussagen, die das Feuerwerk auf Höhe des Théâtre de Verdure festlegten, ca. 250 Meter von der Touristeninformation in östlicher Richtung entfernt. Sogar noch drei Stunden nach dem Anschlag zeichnete die Lokalzeitung Nice-Matin in einer Infografik25 den Ort des Feuerwerks auf Höhe des Theaters ein. In einem Video gibt die New York Times26 ebenfalls das Theater als Zentrum der Festivität bekannt und zeigt dabei Bilder des Feuerwerks.

Im Videoclip27 eines Bewohners von Nizza ist das Ende des Feuerwerks mit 22:19 Uhr angegeben. Twitter-User @frtroin, der Fotos vom Feuerwerk machte, bestätigte mir auf meine Anfrage, dass dieses, wie jedes Jahr, um 22:00 Uhr begann und zwischen 22:20 und 22:30 Uhr zu Ende ging.

Um die Sache noch ein wenig zu verkomplizieren, gibt es zwei weitere Feuerwerke in der näheren Umgebung von Nizza. Das eine ist in St.-Laurent-du-Var, ca. sieben Kilometer von der Touristeninformation und das andere am Strand vonJuan-les-Pins, ca. 22 Kilometer entfernt. Beide Orte liegen westlich von Nizza. Die Startzeiten dieser Feuerwerke wurden mit 22:30 Uhr angegeben. Tatsächlich ist auf einem Videoclip, der den Schusswechsel zwischen Polizei und dem Lkw-Fahrer zeigen will, im Hintergrund ein Feuerwerk auszumachen, das jenes von St.-Laurent-du-Var sein dürfte. Zwar konnte ich keinen Zeitpunkt für das Ende des Feuerwerks ermitteln, gehe aber davon aus, dass es nicht länger als zwanzig Minuten gedauert hat. Damit würde der gefilmte Schusswechsel zwischen 22:30 und 22:50 Uhr fallen.

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Abb. 5: Karte mit Markierungen der Einträge aus dem Sandra-Bertin-Report (Kartenmaterial: Google Maps)

Sprechen Augenzeugen und Behörden von einem Feuerwerk, gehe ich davon aus, dass diese sich auf jenes beziehen, das in Nizza um 22:00 Uhr begann und um 22:20 Uhr zu Ende ging. Ein interessanter Aspekt ist dabei der Umstand, dass die ersten Meldungen in den Medien von einem Unfall während des Feuerwerks sprachen („pendant le feu d’artifice du 14 juillet“), beispielsweise die Zeitung Le Figaro, der französische Nachrichtensender BFMTV (Einblendung im laufenden Programm), die Nachrichtenagenturdpa, der US-TV-Sender CNBC mit Reuters oder der französische Radiosender France Info. Erst am nächsten Tag wurde der Beginn der Amokfahrt schließlich auf „kurz nach dem Feuerwerk“ geändert.

Bitte beachten Sie, dass die undefinierte Zeitangabe („kurz nach dem Feuerwerk“) einigermaßen in der Nähe des Bertin-Reports liegt: Ende des Feuerwerks – 22:20 Uhr. Beginn der Amokfahrt, die gerade einmal drei Minuten dauern sollte – 22:32 Uhr.

22:32 Uhr – Beginn des Anschlags / der Amokfahrt

Der Lkw, so heißt es im Bertin-Report, ist um 22:32 Uhr und 33 Sekunden auf den breiten Gehstreifen gefahren, der neben der Verkehrsstraße (Promenade des Anglais) und entlang des Strandes führt. Somit ist der Beginn des Verbrechens mit 22:32 Uhr fest definiert. Falls Sie nun Artikel und Berichte überfliegen, die den Beginn des sogenannten Anschlags erläutern, werden Sie feststellen, dass die Startzeiten in alle Richtungen gehen. Hier ein paar Beispiele, abgerufen am 30.08.2016 – also mehr als 45 Tage später:

Wikipedia (deutsch): gegen 22:45 Uhr

Wikipedia (englisch): gegen 22:30 Uhr

Wikipedia (französisch): gegen 22:30 Uhr

France 24: gegen 23:00 Uhr

ARD: gegen 23:00 Uhr

Spiegel Online: gegen 23:00 Uhr

Die Zeit Online: gegen 22:45 Uhr

Der Standard Online: gegen 23:00 Uhr

ORF.at: gegen 23:00 Uhr

NZZ Online: gegen 23:00 Uhr

The New York Times: gegen 22:45 Uhr

Nachrichtenagentur Reuters: gegen 22:45 Uhr

Washington Post: gegen 22:30 Uhr

CNBC (mit Reuters): 22:40 Uhr

Ist es nicht befremdlich, dass die oben angeführten großen Medienhäuser aufgehört haben, ihre Berichte zu aktualisieren? Viel wichtiger ist aber die Frage, woher die Redaktionen die Startzeiten überhaupt hatten. Waren es behördliche Verlautbarungen? Waren es Zeugenaussagen? Waren es Nachrichtenagenturen? Oder schrieb die eine Redaktion von der anderen (falsch) ab?

Richard Gutjahr: Widersprüche in den Zeitangaben

Der freischaffende Journalist und Mitarbeiter des Bayrischen Rundfunks Richard Gutjahr verbringt mit seiner Familie ein paar Urlaubstage in Nizza und steht am Balkon des Westminster-Hotels, als der Lkw langsam die Promenade des Anglais entlangfährt. Gutjahr beginnt, mit seinem Smartphone das Fahrzeug zu filmen. Der daraus entstehende ikonische Videoclip28– von allen großen TV-Anstalten weltweit ausgestrahlt und in den sozialen Medien verbreitet – unterstützt und bestätigt das offizielle Narrativ. Doch wenn es um die Uhrzeit zur Entstehung des Videoclips geht, tun sich Widersprüche auf. Laut dem Bertin-Report sollte der Lkw um 22:35 Uhr beim Westminster-Hotel vorbeigefahren sein. Doch welche Angaben machte Richard Gutjahr?

Live im ARD-Nachtmagazin (ausgestrahlt 15.07. / 00:01 Uhr):29

Moderatorin: „Das ist eben erst passiert, gegen 23 Uhr.“
Gutjahr: „Kurz nach Ende des Feuerwerks gingen die Lichter wieder an, als ein Lkw […]“

Live im ARD-Morgenmagazin (ausgestrahlt 15.07. / 05:38 Uhr):30

„Kurz nach 23 Uhr, das Feuerwerk war gerade beendet […]“

Live auf BBC (ausgestrahlt 15.07. / 07:43 Uhr):31

„It was a little after 11 pm, the fireworks have just finished […]“ (Es war kurz nach 23 Uhr, das Feuerwerk war gerade vorüber […])

Live im ARD-Morgenmagazin (ausgestrahlt 15.07. / 08:07 Uhr):32

„Ja, es war genau 23 Uhr und 7 Minuten, das Feuerwerk war gerade vorhin zu Ende gegangen […]“

Verfasser des Artikels auf RP-Online (15.07. / 14:13 Uhr)33:

„Gegen 22:45 Uhr endete das Feuerwerk. Die Lichter gingen wieder an […]“

Interview mit dem Handelsblatt (15.07. / 15:08 Uhr):34

„Um 22:15 Uhr begann das Feuerwerk, für eine Dreiviertelstunde […]“

Wie ist dieser Wirrwarr an Zeitangaben zu verstehen? Richard Gutjahr hätte nur die Uhrzeit der Videoclip-Speicherung auf seinem Smartphone ablesen müssen. Da er mehrmals falsche Zeitangaben machte, kann demnach kein Irrtum oder Versehen vorgelegen haben.

Es stellt sich auch die Frage, welche Angabe er gegenüber den französischen Behörden machte. Die Untersuchungsbeamten hätten das iPhone mit seiner eidesstattlichen Aussage als Beweismaterial in die Akten aufnehmen müssen – alles andere ist vor Gericht nicht haltbar. Es sei denn, es gab gar keine Untersuchung und niemand, weder Polizei noch Staatsanwaltschaft, kümmerte sich um die Zeugenaussage eines boche, eines Deutschen, der in Nizza urlaubte.

So oder so wirft es weder ein gutes Licht auf die französische Behörde noch auf die leichtgläubigen Medien, die die Zeitangaben Richard Gutjahrs in keiner Weise hinterfragten bzw. später richtigstellten. So hege ich den Verdacht, dass beispielsweise Spiegel Online und die ARD die Startzeit der Amokfahrt auf 23:00 Uhr geändert haben, um im Einklang mit den (falschen) Zeitangaben ihres Kollegen Richard Gutjahr zu stehen.

Ein weiterer Widerspruch besteht auch in der Zeitangabe bezüglich dem Ende des Feuerwerks. Wenn wir davon ausgehen, dass das Feuerwerk um 22:20 Uhr beendet war, dann irrte sich Richard Gutjahr um mehr als eine halbe Stunde. Da er das Feuerwerk filmte, sollte er eigentlich wissen, wann es losging und wann es endete – hierzu müsste er ebenfalls nur die Uhrzeit der Videoclip-Speicherung samt Dauer von seinem Smartphone ablesen.

In einem Artikel der SZ vom 6. September 2016 mit dem Titel „Richard Gutjahr kämpft seit dem Münchner Amoklauf gegen Verschwörungstheorien“35 heißt es gleich zu Beginn:

„Noch ein letztes kurzes Video will Richard Gutjahr am 14. Juli aufnehmen, als er einen weißen Lkw bemerkt. Es ist kurz nach22:30 Uhr, der Tag in Nizza ist fast vorbei.“

Am Ende des Artikels finden wir folgenden redaktionellen Eintrag:

„Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, dass Richard Gutjahrs Video in Nizza um kurz nach 23 Uhr gefilmt wurde. Richtig ist: Das Video wurde kurz nach 22:30 gedreht. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.“

Wie ist diese redaktionelle Aktualisierung zu verstehen? Fakt ist, dass Richard Gutjahr mehrmals live im TV die Zeitangaben „gegen 23 Uhr“ und einmal „genau 23 Uhr und 7 Minuten“ machte. Somit würde die Angabe im Originalartikel „kurz nach 23 Uhr“ mit seinen Aussagen übereinstimmen. Merkwürdigerweise aktualisierte die Redaktion im Nachhinein die Zeitangabe im Artikel auf kurz nach 22:30 Uhr, ohne dafür eine Erklärung abzugeben. Somit gibt es auch hier wieder einen Widerspruch mit Richard Gutjahrs getätigten Zeitangaben.

Lokalzeitung Nice-Matin: Widersprüche in den Zeitangaben

Wenn wir annehmen dürfen, dass dieses große Ereignis die nötige mediale Aufmerksamkeit sehr zeitnah erfährt, dann von einer lokalen Tageszeitung wie Nice-Matin. Damien Allemand, ein Reporter der Zeitung, war sogar vor Ort auf der Promenade des Anglais und ist somit ein vortrefflicher Augen- und Ohrenzeuge.

Allemand gibt in einem Interview36 an, dass das Feuerwerk beendet war und die Menge gerade gehen wollte, als er Lärm und danach Schreie hörte:

„Sekundenbruchteile später kam ein riesiger weißer Lkw mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit daher, [der Fahrer] lenkte dabei das Fahrzeug so, dass er möglichst viele Menschen niedermähen würde. Ich sah entlang der Strecke Körper wie Bowlingkegel herumfliegen. Ich hörte Geräusche, Schreie, die ich niemals vergessen werde.“

Allemand sagte weiter, dass er und andere in einem nahe gelegenen Restaurant Schutz gesucht hätten und er weiterhin Menschen nach vermissten Familienmitgliedern schreien hörte. Als er nach draußen ging, sah er entlang der Straße Leichen, Blut und Leichenteile.

Damien Allemand war somit mitten im blutigen und traumatischen Geschehen. Wir dürfen demnach annehmen, dass wir von ihm als Berufsjournalist eine wahre und ungefärbte Bestandsaufnahme erhalten. Doch die erste Überraschung: Sein Arbeitgeber, die Tageszeitung Nice-Matin, setzte erst um 23:00 Uhr die erste twitter-Meldung ab,37 die über Panik und Durcheinander auf der Promenade des Anglais sprach, weil ein Lkw nach dem Feuerwerk in die Menge gerast sei. Es dauerte somit rund 25 Minuten, bis Journalist Allemand und seine Zeitung die Meldung auf twitter in Umlauf brachten.

Da die Zeitung einen verlässlichen Augenzeugen vorweisen konnte, ist es unverständlich, warum andere Medienhäuser nicht auf die lokale Redaktion zugekommen sind. Stattdessen suchten die Journalisten in den sozialen Medien wie besessen nach Augenzeugen, Fotos und Videoclips.

Die französische Nachrichtenagentur AFP, die ebenfalls einen Journalisten vor Ort hatte, meldete um 23:16 Uhr in einer Presseaussendung38, dass ein weißer Lieferwagen / Kleinlaster auf der Promenade des Anglais während des Feuerwerks in die Menge gerast sei. Ist es nicht erstaunlich, dass zwei erfahrene Journalisten zwei unterschiedliche Angaben zum selben Ereignis gemacht haben? Ich meine, es muss doch für einen Augenzeugen auf der Promenade des Anglais offensichtlich gewesen sein, ob das Feuerwerk noch zugange war oder nicht, als das Fahrzeug herangerast kam und in die Menge bzw. am Zeugen vorbei fuhr.

Aber es wird noch merkwürdiger. Auf einer Infografik (1)39 von Nice-Matin ist zu lesen:

„Das Feuerwerk zum 14. Juli ist auf der Promenade des Anglais gerade zu Ende gegangen.

22h45

Ein weißer Lkw fährt auf dem Gehweg in die Menge.

23h00

Der Fahrer wurde erschossen. Er setzte seine Waffe gegen die Polizisten ein. Der Lkw wurde auf Höhe des Palais de la Méditerranée gestoppt.“

Sieht man sich den Live-Blog von Nice-Matin an, stößt man auf eine weitere Infografik (2)40, die am 15. Juli um 01:30 Uhr (rund drei Stunden nach Ende des Feuerwerks) angefertigt und auf die Webseite gestellt wurde. Im Text heißt es:

„Promenade des Anglais: Zwischen 22:30 und 23:00 Uhr ist ein Lkw kurz nach Ende des Feuerwerks in die Menge gerast. Der Lkw wurde auf Höhe des Westminster-Hotels [!] gestoppt, nachdem er zwei Kilometer auf der Promenade des Anglais zurückgelegt hatte.“

Es ist geradezu erschütternd, dass die Redaktion der Lokalzeitung nicht in der Lage war, innerhalb von drei Stunden die korrekten Daten zu ermitteln. Noch dazu, wo zumindest einer ihrer Journalisten vor Ort war und Augenzeugen befragen hätte können. Äußerst merkwürdig ist in der zweiten Infografik die Angabe des Haltepunkts des Lkws mit Hotel Westminster. Es ist jenes Hotel, von dessen Balkon Richard Gutjahr die langsame Fahrt des Fahrzeugs filmte. Da der Videoclip in den sozialen Medien bereits kurz nach der TV-Ausstrahlung um Mitternacht verfügbar gemacht wurde, ist es verwunderlich, dass kein Mitarbeiter von Nice-Matin bemerkt haben soll, dass das Hotel Westminster nicht als Haltepunkt in Frage kommen kann. Auch ist die Zeitangabe (22:30 bis 23:00 Uhr) sehr vage gehalten und ergibt mit dem Zusatz „kurz nach Ende des Feuerwerks“ wenig Sinn, es sei denn, der Lkw benötigte für die zwei Kilometer lange Strecke tatsächlich eine halbe Stunde, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von vier Stundenkilometern entspräche.

Um Mitternacht wusste Nice-Matin41 noch immer nicht, wann der Lkw gestoppt wurde. Geht man von der ersten Infografik aus, dürfte sich die Lokalredaktion mit der falschen Zeitangabe, nämlich 23:00 Uhr, abgefunden haben. In Bezug auf den Beginn geht man im Hauptartikel42 richtigerweise von „kurz nach 22:30 Uhr“ aus, die Infografiken wurden dahingehend aber nicht (mehr) aktualisiert und tragen deshalb zur Verwirrung bei.

Sie sehen also, dass auch eine Lokalzeitung mit einem Journalisten vor Ort nicht in der Lage war, zeitnah ein zusammenhängendes Bild des Geschehens zu präsentieren. Erst mit den Informationen von Behörden und Lokalpolitikern kristallisierte sich langsam ein Narrativ heraus, das sowohl Nice-Matin als auch die anderen Medienhäuser unkritisch, beinahe willfährig übernahmen.

22:35 Uhr – Ende des sogenannten Anschlags

Während die Medienhäuser bei der Startzeit kreuz und quer schießen, haben sie sich für das Ende auf die (falsche) Zeitangabe von „gegen 23 Uhr“ festgelegt. Auch wenn diese Angabe mit den (falschen) Startzeiten einigermaßen Sinn ergibt – richtig ist sie deshalb noch lange nicht.

Bei Reuters heißt es:

„Um etwa 23 Uhr: Bouhlel wird von der Polizei erschossen.“43

Bei FRANCE 24 erfahren wir:

„Ein Lkw ist in Nizza gegen 23 Uhr in eine Menschenmenge gerast, gegen Ende des Feuerwerks.“44

In der FAZ lesen wir im Artikel „Chronologie einer furchtbaren Nacht“:

Kurz vor 23 Uhr: Das Feuerwerk ist seit kurzem zu Ende, die Gäste wollen sich auf den Heimweg machen oder noch in der Stadt trinken, tanzen und feiern. […] 23:00 Uhr: Plötzlich, an einer Kreuzung, tritt der Fahrer [des Lkws] aufs Gas und rast in die Menschenmenge. […] Wenige Sekunden später schießt die Polizei zurück, die Kugeln treffen den Fahrer tödlich und durchlöchern auch das Auto [sic!].“45

Ein wichtiger Augenzeuge ist der in Melbourne lebende Fotograf Sasha Goldsmith, der vom Balkon seines Hotelzimmers das ikonische Foto des mit Einschusslöchern übersäten Lkws am Haltepunkt machte.46 In einem Artikel der australischen Zeitung The Age heißt es:

„Als das Feuerwerk gegen 23 Uhr beendet war, ging die Familie Goldsmith wieder ins Hotelzimmer, um die Koffer zu packen, da sie am nächsten Tag abreisen wollten. ‚Wir konnten noch immer die Musik hören, all die Bands haben gespielt‘, sagte Frau Goldsmith – ‚Und dann wurde es ein wenig leiser, ein wenig unheimlich. Ich dachte in diesem Moment: „Was ist los? Warum hat die Musik aufgehört zu spielen?“‘ Sie ging auf den Balkon, um nachzusehen. ‚Ich hörte ein paar kurze Schreie‘, sagte sie – ‚Und dann kam der Lkw die Promenade herunter und ich dachte: „Das ist ja verrückt, es sind doch wegen der Feier keine Autos hier erlaubt“. Dann bemerkte ich, was der Lkw machte.‘ Frau Goldsmith sagte, es war offensichtlich, dass es kein Unfall war. ‚Es war ein großer Lkw, ein Sattelzug [semi-trailer]‘,sagte sie, ‚Alle drängelten durcheinander [scrambling], wie kleine Ameisen, die vor etwas davonlaufen.‘“47

Fotograf Antoine Chauvel, der ebenfalls ikonische Fotos machte, erzählte in der CBS-Sendung „This Morning“:

„Ich war zu Hause und meine Frau und mein Sohn waren auf der Promenade, um sich das Feuerwerk anzuschauen und um 23 Uhr, als das Feuerwerk zu Ende war, hörte ich Schreie und ich blickte aus dem Fenster und sah rennende Menschen […]“48

Die Panik-Reaktionen der Masse

Es gibt vier kurze Videoclips, die zeigen, wie Besucher der Festivität panisch die Flucht ergreifen und um ihr Leben rennen. Sie wurden von den Medienanstalten beinahe in Dauerschleife gezeigt. Sieht man sich die Aufnahmeorte an – im obigen Plan (Abb. 5) sind sie ganz rechts zu finden – so zeigt sich, dass sie vom Anhaltepunkt des Lkws zwischen neun und 15 Minuten Gehzeit entfernt liegen. Es müssen demnach verschreckte Menschen mehrere Minuten gelaufen sein, um die Zeitangaben zu erklären und dabei Passanten in den Straßen zu warnen, die weder etwas gesehen noch gehört haben. Für gewöhnlich verhält es sich so, dass eine Panikreaktion in der Masse nur kurz anhält. Schließlich läuft keiner, der einen Schusswechsel zu glauben hört, bis zum Nordpol, sondern so weit, bis er sich außerhalb der Gefahrenzone wähnt. Der gewöhnliche Bürger ist, nebenbei bemerkt, längeres Laufen nicht gewohnt. Es ist demnach unwahrscheinlich, dass durch Schüsse aufgeschreckte Menschen die Strecke durchliefen und nicht bereits vorher Schutz in umliegenden Restaurants, Bars und Hotels suchten.

Hier eine Chronologie ausgewählter Meldungen, die zwischen 22:30 Uhr und 23:00 Uhr auf twitter gemacht wurden und die im Zusammenhang mit dem Ereignis in Nizza stehen:

22:40 Uhr – Panik! – Hörensagen! Es erscheint die erste Meldung von @LoreVonRo auf twitter, dass in Nizza etwas „passiert sein muss, weil Leute laufen und schreien und es nach Feuer riecht“.
Der Ort ihres kurzen Videoclips dürfte die Esplanade Georges Pompidou sein, direkt bei der Rue l’Opéra. Der dazugehörige Text, getwittert um 22:45 Uhr, „Shooting or truck crashing people (?)“,ist äußerst interessant, da dieser eine Schießerei im gleichen Atemzug mit einer Lkw-Amokfahrt nennt. Zu diesem frühen Zeitpunkt hatte noch niemand solch eine Meldung gemacht. Woher diese Informationen stammen – gesehen und gehört dürfte es die Dame ja nicht haben – bleibt rätselhaft. Man kann davon ausgehen, dass es vorbeilaufende Passanten waren, die ihr diese bruchstückhaften Informationen zuriefen.

22:41 Uhr – Panik! – Hörensagen! Im Lokal TRY Burger ist auf den Überwachungskameras49 eine Menschenmenge zu sehen, die in das Restaurant stürmt. In einem Interview gibt ein Paar an, dass es ins Lokal gekommen sei, weil jemand gesagt hätte, jemand hätte geschossen. Das Lokal in der Rue l’Opéra ist ca. neun Gehminuten (ca. 750 Meter) vom Anhaltepunkt des Lkws entfernt. Die Panikreaktion fand somit fünf Minuten nach dem Ende statt.

22:42 Uhr – Lkw! – Hörensagen! @WCIMT twittert als erster, dass auf der Promenade des Anglais ein Lkw in die Menge gerast sei. Auf die Frage, woher er das denn wisse, gibt @WCIMT die folgende kryptische Antwort [22:46 Uhr]:

„Meine Freundin, die im Élysée-Palast [Marriott Hotel] ist, hat gesehen, wie ein Lkw in die Menge gerast ist; ich bin auf dem Massena-Platz und habe zwei Detonationen gehört.“

Das Hotel Elysée Palace steht nicht direkt an der Promenade des Anglais, sondern in der zweiten Reihe und ist ca. 100 Meter vom Gehstreifen der Promenade entfernt.

22:42 Uhr – Panik! – Ahnungslosigkeit! – Auf twitter schreibt @karhiak:

„Verdammt noch mal?! Leute rennen und die Polizei sagt, man soll hinein gehen.“ [22:45 Uhr] „Überall Polizei, Krankenwagen. Leute in Panik. Was ist da los in Nizza?“ [22:45 Uhr] „Ist McDonald’s wirklich ein guter Platz, um sich zu verstecken? Vielleicht nicht, aber zu ängstlich, um rauszugehen. Was ist da los, verdammt noch mal?“ [23:00 Uhr] „Sie sagten uns, wir sollen in der McDonald’s-Filiale in den oberen Stock gehen, Türen sind versperrt. Ich hörte, dass jemand Feuerwerkskörper auf Leute abfeuerte.“ [23:51 Uhr] „Weiß wirklich nicht, was da passiert. So konfus alles.“

22:44 Uhr – Panik! – Ahnungslosigkeit! – Videoclip „l’Opera“ von @yvnnick: „Ich bin in Nizza, da gibt es Bewegung in der Menge, weiß nicht wieso.“ Die Aufnahme entstand bei der Oper von Nizza in der Rue Saint-François de Paule, eine Parallelstraße zum Quai des États-Unis, ca. neun Gehminuten (750 Meter) vom Haltepunkt des Lkws entfernt. Die Panikreaktion fand neun Minuten nach dem Ende der Amokfahrt statt.

22:44 Uhr – Terror! – Auf twitter schreibt die BILD-Reporterin Anna Kessler (@annikri): „terror nizza. right now. im negresco in sicherheit gebracht.“ Um welche Art von Terror es sich handelte, erzählte die Reporterin erst zehn Minuten später.

22:45 Uhr – Lkw! – Hörensagen? – Auf twitter schreibt @Totof30813909, dass ein Lkw während des Feuerwerks in die Menge fuhr. Doch niemand nahm davon Notiz oder wollte Genaueres von ihm wissen. Deshalb ist es nicht möglich festzustellen, woher die Information stammt.

22:45 Uhr – Lkw! – Hörensagen! – Auf twitter schreibt @Ougaverde:

„Nizza ist Schauplatz einer totalen Verwüstung. Mehrere Augenzeugen sprechen von einem Lkw, der am Meeresufer in die Menge gerast ist.“

22:48 Uhr – Panik! – Ahnungslosigkeit! – Im Lokal Obsession filmt ein Gast von der Terrasse aus die fluchtartige Bewegung einer Menschenmenge und stellt den Clip auf twitter ein.Auf seine Frage, was geschehen sei, reagieren die Leute nicht. Das Lokal ist etwa zwölf Gehminuten (ca. 1.000 Meter) vom Anhaltepunkt des Lkws entfernt. Die Panikreaktion fand 13 Minuten nach dem Ende der Amokfahrt statt.

22:50 Uhr – Panik! – Amokschütze? – Auf twitter schreibt @exbabacool: „Ausbreitende Panik in Nizza auf der Promenade des Anglais, Amokschütze? Fortsetzung folgt.“

22:51 Uhr – Panik! – Amokschütze? – Auf twitter schreibt @LOUIS_via_ROMA: „Ein Amokschütze [gunman] ist in der Menge, während des Feuerwerks, hier in Nizza, Hunderte laufen weg.“

22:53 Uhr – Panik! – Explosion? – Auf twitter schreibt @Ibn_Sayyid:

„Gerade eben: Panik in der Menge, Sirenengeheul und Gerüchte einer Explosion in Nizza. Zahlreiche Straßen sind von der Polizei abgesperrt.“ [23:01 Uhr] „Nach Leuten, die vor Ort den 14. Juli gefeiert haben, handelt es sich um ein Rammfahrzeug [une voiture-bélier], das in die Menge gerast ist. Ein Anschlag?“

22:54 Uhr – Panik! – Ahnungslosigkeit! – Auf twitter schreibt @ivanhayala:

„Die Bars sind jetzt voll mit all den Gästen und den Leuten, die hereingelaufen kamen. Man weiß weder, was passiert ist, noch wie schwerwiegend es ist.“

22:55 Uhr – Social-Media-Stille über Lkw? – Auf twitter schreibt @zainshallah: „Ein Kerl fährt mit einem Lkw in die Menge und niemand spricht darüber????????“

22:55 Uhr – Lkw! Schüsse! Panik! – Auf twitter schreibt die BILD-Reporterin Anna Kessler (@annikri): „Waren gerade auf dr [sic!] terasse negresco essen, als ein lkw vorbeifuhr aus dem schüsse fielen. panik. #nice #nizza“. Vergessen wir nicht, dass der Lkw auf Höhe des Negrescos laut dem Bertin-Report mit einer Geschwindigkeit von etwa 90 km / h fuhr. Es ist erstaunlich, dass Frau Kessler, die auf der Terrasse des Hotels ihr Abendessen einnahm, sofort verstanden haben dürfte, was auf der Straße vor sich ging.50

22:56 Uhr – Panik! – Ahnungslosigkeit! – Auf twitter schreibt @coadline, der australische Redakteur David Coady:

„Muss nichts zu bedeuten haben, aber ich bin gerade mit Scharen von Leuten von der Promenade in Nizza weggerannt. Kurz nach dem Feuerwerk.“

22:58 Uhr– Panik! – Ahnungslosigkeit! – Auf twitterschreibt @selfportraits (daphne):

„Ich habe keine Ahnung, was da abgeht in Nizza; gerade eben haben nach dem Feuerwerk Leute zu laufen und schreien angefangen.“

23:00 Uhr– Promenade verlassen! – Auf twitter schreibt @NathalieHuron, dass die Leute in den Gebäuden Zuflucht gefunden hätten, Terrassen leer stünden und die Autos der Sicherheitskräfte alle auf der Straße seien.

Von all den Meldungen auf twitter findet sich kein einziger Augenzeuge, der gesehen haben will, dass ein Lkw auf der Promenade des Anglais in eine Menschenmenge fuhr, ja, nicht einmal, dass sich überhaupt ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit auf dem Gehstreifen bzw. auf der für den Verkehr gesperrten Straße fortbewegte (mit Ausnahme von Anna Kessler). Die twitter-Augenzeugen vor Ort waren völlig ahnungslos. Sie sahen zwar Menschen laufen, rennen, schreien, aber warum es zu dieser Panik kam, war für sie nicht festzustellen. Vergessen wir auch nicht, dass die Festivität rund 30.000 Besucher angezogen haben soll – und doch findet sich niemand, der in den sozialen Medien zeitnah über einen Lkw auf der Promenade des Anglais berichtet hätte. Diese Stille in den sozialen Medien vor 23 Uhr ist verdächtig. Danach strömten freilich die Meldungen nur so ein, überschlugen sich förmlich Bilder und Augenzeugenberichte, befeuert durch die mediale Live-Berichterstattung. Doch für eine halbe Stunde – eine gefühlte Ewigkeit in der digital vernetzten Welt – war es recht still.

Fazit: Zeitablauf des Verbrechens

Die Widersprüchebezüglich des Zeitablaufs in den Medien und in den Augenzeugenberichten sind zusammen mit der 30-minütigen „Funkstille“ in den sozialen Medien ein wesentliches Indiz dafür, dass das offizielle Narrativ nicht in allen Punkten stimmen kann. Es stellt sich die Frage, warum der blutige und traumatische Anschlag erst ab 23:00 Uhr eine größere und ab Mitternacht die volle Aufmerksamkeit in den alten und neuen Medien erhielt.

Der größte Widerspruch bei alledem ist und bleibt die falsche Zeitangabe des deutschen Journalisten Richard Gutjahr. Da er sich nicht geirrt haben kann, muss man davon ausgehen, dass er vorsätzlich handelte. In der Untersuchung eines Verbrechens – vordergründig geht es hier um nichts Geringeres als Massenmord – können Augenzeugen, die wissentlich falsche Aussagen machen, in den Verdacht der Komplizenschaft bzw. der Vertuschung geraten. So lange sich demnach Richard Gutjahr nicht erklärt, muss wohl dieser Verdacht aufrechterhalten bleiben. Sollte er auf Geheiß der französischen Behörden falsche Angaben gemacht haben, müssen sich diese erklären.

Fortsetzung im nächsten Heft.

Endnoten

  1. The Apollo-11-Channel: „Apollo 11 25th Anniversary – The White House (July 20th, 1994)“, Ausschnitt der Rede auf Youtube.com, 18.07.09; http://bit.ly/2dhyYmM (aufgerufen: September 2016)
  2. „Anschlag in Nizza am 14. Juli 2016“ auf Wikipedia.de, letzte Änderung 12.09.16; http://bit.ly/2boGQyy (aufgerufen: 13.09.2016)
  3. MSNBC: „Attack Witness: ‚A Sea Of People Just Running‘“ auf Youtube.com, 14.07.16; http://bit.ly/2cBiFNQ (aufgerufen: September 2016)
  4. Biseau, G.; Mouillard, S.; Le Devin, W. und Halissat, I.: „Sécurité à Nice. 370 mètres de questions“ auf Liberation.fr, 20.07.16; http://bit.ly/2d6vfVM (aufgerufen: September 2016)
  5. „Stadt Nizza feiert ihre drei ‚Helden‘ vom 14. Juli“ auf Abendblatt.de, 25.07.16; http://bit.ly/2cHAxfp (aufgerufen: September 2016)
  6. Simons, S.: „Der Held auf dem Motorroller“ auf Spiegel.de, 21.07.16; http://bit.ly/2agsVvb (aufgerufen: September 2016)
  7. „EXCLUSIF. Le héros au scooter raconte: ‚J’étais prêt à mourir pour l’arrêter‘“ auf Nicematin.com, 22.07.16; http://bit.ly/29WLJwQ (aufgerufen: September 2016)
  8. Biseau et al.: „Sécurité à Nice …“, a. a. O.
  9. Eine Sammlung von Bildern des Lkws vom nächsten Tag finden Sie im Forum Geomatiko.eu unter http://bit.ly/2d9eZYG; einen Videoclip, wie der Lkw am nächsten Tag weggefahren wird, auf Liveleak.com unter http://bit.ly/2cHEkJp („Bloody truck towed“, eingestellt am 16.07.16 von Donflamingo). Der Youtuber Zak Zaurus hat sich im Video „Mystery of NICE KILLER TRUCK: No blood stain? No way! …, but really?“ vom 23.07.16 ebenfalls der Frage der fehlenden Blutspuren gewidmet und zieht Wildunfälle als Vergleich heran. Siehe Youtube.com, http://bit.ly/2cSfgts (aufgerufen: September 2016).
  10. „Nice attack: Witnesses describe Bastille Day terror“ auf BBC.com, 15.07.16; http://bbc.in/2cBl7UF (aufgerufen: September 2016)
  11. Die Angabe stammt von Anthony Borré, Stabschef von Christian Estrosi, dem Präsidenten der Region Provence-Alpes-Côtes d’Azur. Siehe Wysling, A.: „Terrorfahrt dauerte 45 Sekunden“ auf NZZ.ch, 16.07.16; http://bit.ly/2cOt6ka (aufgerufen: September 2016). Die Geschwindigkeit findet sich auch im Bertin-Report.
  12. Ein Foto der zerstörten Straßenlaterne hat beispielsweise die britische Daily Mail veröffentlicht, siehe http://dailym.ai/2d0lJoy (aufgerufen: September 2016)
  13. „Au moins 84 morts dont 10 enfants et adolescents dans l’attentat du 14 juillet à Nice, 202 blessés, l’auteur formellement identifié“ auf Nicematin.com, 16.07.16; http://bit.ly/2cXA72A (aufgerufen: September 2016)
  14. Siehe bspw. Twitter-Status von Maton, P.: „#Nice : un camion blanc a foncé sur la foule pendant le feu d’artifice : des morts et des blessés“ auf Twitter.com, 14.07.16; http://bit.ly/2cXAYAb (aufgerufen: September 2016)
  15. Nice-Matin: „Le camion qui a foncé sur la foule“ auf Twitter.com, 14.07.16; http://bit.ly/2d0mi1q (aufgerufen: September 2016)
  16. Wade, K. A.; Green, S.L. und Nash, R.A.: „Can Fabricated Evidence Induce False Eyewitness Testimony?“ in Applied Cognitive Psychology, 2010, 24:899–908, S. 899. S.a. http://bit.ly/2d2WTas (aufgerufen: September 2016)
  17. „LKW rast in Menschenmenge in Nizza (unkommentierte Aufnahmen)“ auf Tagesschau.de, 15.07.16; http://bit.ly/2dhKsGW (aufgerufen: September 2016)
  18. „Aufnahmen von BR-Reporter Richard Gutjahr: Der Moment als LKW in Menschenmenge rast“ auf BR.de, 15.07.16; http://bit.ly/2dhKS0e (aufgerufen: September 2016)
  19. „NICE: FRONT VIEW OF TRUCK ATTACK“ auf Liveleak.com, hochgeladen am 15.07.16 von Sorsi E. Bocconi; http://bit.ly/29KuG1e (aufgerufen: September 2016)
  20. caiusmusicus: „Attaque de Nice – 14 juillet 2016“ auf Youtube.com, 17.07.16, 9:35; http://bit.ly/2df6BDb (aufgerufen: September 2016)
  21. Zahid Gill: „Footage of Truck Hitting Bastille Crowd Nice France. Horrific Attack.“ auf Youtube.com, 14.07.16; http://bit.ly/2cFQkrJ (aufgerufen: September 2016)
  22. Roberts, P. C.: „The Tide is Turning: The Official Story Is Now The Conspiracy Theory“ auf Paulcraigroberts.org, 07.09.16; http://bit.ly/2cFQ1x0 (aufgerufen: September 2016)
  23. Ploquin, F.: „Exclusif : la chronologie de l’attentat du 14-Juillet établie par la policière de Nice“ auf Marianne.net, 24.07.16; http://bit.ly/2cXJvDa (aufgerufen: September 2016)
  24. „NICE : Fête nationale du 14 juillet à Nice – Cérémonie commémorative # 17h30“ auf Pressagence.fr, 12.07.16; http://bit.ly/2ckNQvP (aufgerufen: September 2016)
  25. Siehe unter http://bit.ly/2d6LO3X.
  26. Specia, M. und Bishara, Y.: „How the Attack in Nice Unfolded“ auf NYTimes.com, 15.07.16; http://nyti.ms/29AKngc (aufgerufen: September 2016)
  27. caiusmusicus: „Attaque de Nice …“, a. a. O., 0:56; http://bit.ly/2d0trir (aufgerufen: September 2016)
  28. „LKW rast in Menschenmenge in Nizza …“ auf Tagesschau.de, a. a. O.
  29. „Richard Gutjahr, ARD, mit einem Augenzeugenbericht“ auf Tagesschau.de, 15.07.16; http://bit.ly/2cPUCMz (aufgerufen: September 2016)
  30. „Video: Anschlag in Nizza: Ein Augenzeugenbericht“ auf DasErste.de, 15.07.16; http://bit.ly/2cHVkiW (aufgerufen: September 2016)
  31. news672: „Eyewitness Account from a German Reporter who filmed the start of the Nice massacre“ auf Youtube.com, 15.07.16; http://bit.ly/2cOEuwp (aufgerufen: September 2016)
  32. Eine Aufzeichnung aus der Sendung ist auf der Website der ARD nicht mehr auffindbar.
  33. „‚Als hätte jemand den Ton abgestellt‘“, Augenzeugenbericht auf RP-online.de, 15.07.16; http://bit.ly/2cXNGPk (aufgerufen: September 2016)
  34. Knitterscheidt, K.: „‚Die Panik begann mit den Schüssen‘“ auf Handelsblatt.com, 15.07.16; http://bit.ly/2d34nKs (aufgerufen: September 2016)
  35. Tanriverdi, H.: „Richard Gutjahr kämpft seit dem Münchner Amoklauf gegen Verschwörungstheorien“ auf Sueddeutsche.de, 06.09.16; http://bit.ly/2ccgpiC (aufgerufen: September 2016)
  36. „Nice attack: At least 84 dead as lorry rams into crowd“ auf Aljazeera.com, 15.07.16; http://bit.ly/29ItT47 (aufgerufen: September 2016)
  37. Nice-Matin: „Panique sur la Prom’ après qu’un camion a foncé la foule à la fin du feu d’artifice“ auf Twitter.com, 14.07.16; http://bit.ly/2d0xTOe (aufgerufen: September 2016)
  38. Siehetwitter-Status von Maton, P.: „#Nice : un camion blanc a foncé sur la foule pendant le feu d’artifice : des morts et des blessés“ auf Twitter.com, 14.07.16; http://bit.ly/2cXAYAb (aufgerufen: September 2016)
  39. „[INFOGRAPHIE] 14-Juillet à Nice. Chronologie d’une nuit tragique“ auf Nicematin.com, 15.07.16; http://bit.ly/2cI0BGT (aufgerufen: September 2016)
  40. Siehe unter http://bit.ly/2d6LO3X.
  41. Nice-Matin: „Ce que l’on sait de l’attaque du camion sur la Prom’“ auf Twitter.com, 14.07.16; http://bit.ly/2d34Xb0 (aufgerufen: September 2016)
  42. „Au moins 84 morts …“ auf Nicematin.com, a. a. O.
  43. „TIMELINE-The Bastille Day attack in Nice“ auf Reuters.com, 21.07.16; http://reut.rs/2d9t605 (aufgerufen: September 2016)
  44. „Hollande seeks to extend state of emergency after Nice attack“ auf France24.com, letzte Aktualisierung 18.07.16; http://f24.my/2cSAmrZ (aufgerufen: September 2016)
  45. „Chronologie einer furchtbaren Nacht“ auf FAZ.net, 15.07.16; http://bit.ly/2d9ucJr (aufgerufen: September 2016)
  46. Das ikonische Foto wurde zum ersten Mal getwittert von Nice-Matin – siehe http://bit.ly/2d0mi1q (aufgerufen: September 2016).
  47. Choahan, N.: „Nice attack: Mother watches truck mow down people ‚like ants‘“ auf Theage.com.au, 15.07.16; http://bit.ly/2cI3qru (aufgerufen: September 2016)
  48. CBSThis Morning: „Photographer describes ‚horrible, horrible‘ Nice attack scene“ auf Youtube.com, 15.07.16; http://bit.ly/2d6TpPZ (aufgerufen: September 2016)
  49. „Nice attack: Newly released video shows Bastille Day chaos“ auf Globalnews.ca, 16.07.16; http://bit.ly/2cSBY4N (aufgerufen: September 2016)
  50. Hier ein Google-Streetview-Blick auf die Terrasse, April 2016, 37 Promenade des Anglais, Nizza; http://bit.ly/2csCCZs (aufgerufen: September 2016)